Legierungen

Unter Legierungen versteht man Mischungen von Metallen mit Metallen oder Nichtmetallen (z.B. C oder Si). Sie haben immer metallische Eigenschaften. Eine Legierung hat immer andere Eigenschaften als die in der Legierung enthaltenen Metalle. Die Mengenverhältnisse der Komponenten entscheiden dann über die Eigenschaften der Legierung. Auf die richtige Mischung kommt es also an.

So werden Ni-Cr-Mo-Legierungen wegen ihres Ni-Anteiles vielfach abgelehnt.

Dabei sind allergische Reaktionen selbst sensibilisierter Patienten äußerst selten, wenn der Chromanteil in der Legierung über 20% und der Molybdänanteil über 4% liegt. Diese Legierungen bilden eine dichte, fest haftende Passivschicht und sind extrem korrosionsbeständig. Auch andere Bestandteile in Legierungen finden nicht nur Zustimmung, wie z.B. Ag, Pd und Cu. Aber sie können eine Legierung auch positiv beeinflussen. Ag gibt zusammen mit Cu der Legierung Härte und Festigkeit und gleichzeitig wirken beide Bestandteile toxisch auf Mikroorganismen, was als karieshemmender Effekt begrüßt wird. Cu gibt goldfarbenen Legierungen einen wärmeren, leicht rötlichen Goldton.

Insbesondere bei sehr weitspannigen Brücken müssen auch Anteile, die die Warmfestigkeit der Legierung erhöhen, wie z.B. Pd enthalten sein. Grundsätzlich sind natürlich Legierungen mit einem hohen Au-Pt-Anteil als sehr mundbeständig und hochwertig anzusehen und sollten, wenn irgend möglich, Mittel der Wahl sein.

Dentallegierungen werden grob  in Edelmetall- oder Nichtedelmetalllegierungen unterteilt. Bei den Nichtedelmetalllegierungen (NEM) wiederum werden zwei große Gruppen unterschieden.

1. Ni-Cr-Legierungen (z.B. Wiron 99)

Diese Legierungen werden in der Kronen- und Brückentechnik eingesetzt und können keramisch verblendet werden. Sie verfügen über hervorragende mechanische und chemische Eigenschaften und nehmen auf Grund ihrer relativ niedrigen Härte (HV10 180) eine Zwischenstellung zwischen den Co-Cr-Mo-Legierungen und den Edelmetalllegierungen ein.

2. Co-Cr-Mo-Legierungen (z.B. Kentzalloy C oder Remanium Secura)

Wegen ihrer mechanischen Werte werden diese Legierungen im Bereich Modellguß seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Nachdem Ni in den letzten Jahren immer mehr in die Diskussion geraten ist, haben Co-Cr-Mo-Legierungen auch in der VMK-Technik Einzug gehalten. Das Problem hierbei allerdings ist, dass diese Legierungen relativ hart sind (HV10 290). Auch darf nicht verschwiegen werden, dass Co immer mit Spuren von Ni verunreinigt ist.

Die Unterteilung der Edelmetalllegierungen gestaltet sich wegen eines immer größer werdenden Angebotes und neuer Varianten zunehmend schwieriger. Zunächst wurde immer in Guss- und Aufbrennlegierungen unterteilt. Seit 1993 sind die Universal- oder multiindikativen Legierungen hinzugekommen. Die Universallegierungen wurden entwickelt, damit man für alle Indikationsbereiche eine Legierung verwenden kann, um die Gefahr elektrolytischer Vorgänge herabzusetzen. Weiterhin sind diese Legierungen in der Regel von gelber Farbe und relativ günstig im Preis. Weiße Universallegierungen (Sipal )werden zu recht günstigen Preisen angeboten und sind besonders in der VMK-Technik eine Alternative zum NEM ( nur bei Vollverblendeten Arbeiten, da hier pro Gramm abgerechnet wird).

Auch dürfen Universallegierungen nicht den Titel Biolegierung führen, da sie wegen  des hohen Silberanteils nicht auf ca.98% Au-Pt-Anteile + ca.2% essentielle Spurenelemente kommen können.

Weiterhin kann man Edelmetalllegierungen auf Grund ihrer Zusammensetzung in Biolegierungen, hochgoldhaltige, goldreduzierte, Palladiumbasis- und Silber-Palladium-Legierungen unterteilen.

Folgende Legierungen befinden sich in unserem Programm. Die Preise der Legierungen unterliegen Schwankungen und müssen nachgefragt werden.  Änderungen des Angebots vorbehalten. Auf spezielle Wünsche wird, wenn irgend möglich, selbstverständlich eingegangen.  Die Prozentangaben beziehen sich auf Gewichtsprozente . Weniger als 1% ist nicht angegeben. Es handelt sich hier i.d.R. um Kornfeiner u./o. Oxidbildner.

Biolegierung, bebrennbar, Dichte 19,0

BiOccluss Kiss -  Fa. DeguDent Au81,6%,Pt16,0%,Zn1,4%,Nb0,4%,Ir0,1%,In0,5%

Universallegierung, hochgoldhaltig, Dichte 15,7 

Mainbond Sun – Fa. Heraeus Au74,0%,Ag14,5%,Pt1,5%,Pd5,5%,Zn3,3%,In1,0%

Universallegierung, goldreduziert, Dichte14,7

Aurea Sun – Fa. Heraeus Au55,0%,Ag23,0%,Pt12,5%,Pd2,5%,Zn4,5%,In2,0% 

Universallegierung, Silber-Palladium, Dichte 10,8/10,7

Alba Sun – Fa.Heraeus Au2,0%,Ag58,0%,Pd32,9%,Sn2,0%,Zn3,5%,In1,5%

Econor M-Fa Heimerle&MeulePd39,4,Ag54,5,Zn3,0,Sn2,0,In1,0

Palladiumbasislegierung, bebrennbar, Dichte11,7

Albabond B – Fa.Heraeus Au5,3%,Ag6,5%,Pd74,4%,Sn8,0%,In1,0

Co-Cr-Mo-Legierung, bebrennbar (NEM), Dichte 8,5 

Kentzalloy C – Fa.Kentzler/Kaschner Dental Co62,5%,Cr28,2%,Mo4,0%,W3,0%,<2%Si,Nb,Fe

Ni-Cr-Legierung, bebrennbar (NEM), Dichte 8,2

Wiron 99 – Fa.Bego Ni65,0%,Cr22,5%,Mo9,5%,Si1,0% 

Modellgusslegierung , Dichte 8,6

Remanium GM800+- Fa.Dentaurum Co63,3%,Cr30%,Mo5,0%,Si1,0%